Nachdem ich nach dem Darß-Marathon Ende April eine längere Wettkampf-Pause eingelegt hatte, habe ich nun im Spätsommer und Herbstanfang wieder an mehreren Veranstaltungen teilgenommen. Meine Pause in diesem zurückliegenden extrem heißen Sommer habe ich sehr genossen und als erholsam empfunden.
Zuletzt war ich am vergangenen Wochenende zum wiederholten Male beim Berlin-Marathon – zum allerersten Mal nicht als SCC-Mitglied und vor allem nicht Regeln verletzend sowie Strafen zu befürchtend, da ich wie immer kein SCC-Shirt trug.
Dem Anlaß entsprechend lief ich im Shirt des Verband der Lauftherapeuten e.V. (VDL) und machte Werbung für die Laufherapie – siehe Foto …

Aber nun der Reihe nach:
Ende August nahm ich nach viermonatiger Pause am diesjährigen Vollmondmarathon teil. Das war mir auch ein Herzensanliegen, hatte ich doch im Vorjahr auf der verkürzten doppelten Runde bereits nach der halben Strecke aufgegeben. Dieses Jahr waren die klimatischen Verhältnisse deutlich besser und zum meiner großen Freude liefen wir auch wieder die große Runde. Als einer der letzten Finisher kam ich dann geschafft aber glücklich ins Ziel, wo noch die legendäre Sigrid Eichner saß, die mit über 85 Jahren die selbe Strecke bezwungen hatte. Sehr motivierend für meine hoffentlich noch kommenden aktiven Jahre im Rentenalter!
Nach dem Vollmondmarathon war dann unser Fokus auf die Teilnahme beim Mad Chicken Run in Hänchen gerichtet. Wir, das waren Ela, Martin und ich. Wir hatten uns wie im Vorjahr einen Camper angemietet und freuten uns darauf bekannte Gesichter aus dem Vorjahr wieder zu sehen. Hatten sich doch einige alte Bekannte ebenfalls angekündigt. Besonders freute ich mich auch, dass Teilnehmende meiner beiden Lauftherapie-Kurse aus den Kliniken ebenfalls erstmals beim 10 km-Lauf und beim Halbmarathon gemeldet hatten.

Wir hatten auch Glück mit dem Wetter und das Wochenende war wieder einmal mehr als super!

Ich hatte meine Bedenken, dass diesmal der Mad Chicken Run nur eine Woche vor dem Berlin-Marathon stattfand und wollte mich deshalb beim 24-Stunden-Lauf diesemal etwas zurückhalten. War ja auch am Freitag vor dem Berlin-Marathon wieder unsere traditionelle Pasta-Party in der Laube auszurichten. Das hat – wie immer bei mir – nicht funktioniert und ich lief stattdessen unverdrossen meine Runden. Am Ende hatte ich 57 Runden und 114 km abgespult und bei meiner dritten Teilnahme in Folge meine „Bestleistung“ wieder einmal gesteigert.
Die Woche nach Hänchen nutzte ich zur Regeneration, hatte ich doch in weiser Voraussicht für die zweite September-Hälfte Urlaub (mein letzter übrigens vor meinem bevorstehenden Ruhestand) genommen.
Die Pasta-Party war wieder einmal eine schöne Veranstaltung und wir hatten einen schönen Abend mit vielen Läuferinnen und Läufern und schwelgten in gemeinsamen Erinnerungen und gaben unser „Läufer-Latein“ sowie sich nicht erfüllende Prognosen für den anstehenden Marathon zum Besten …
Letztendlich war aber dann doch der Berlin-Marathon noch zu bewältigen. Einen Marathon läuft man ja auch nicht mit dem Mund … Am Start traf ich noch Lukas, der als ehemaliger Teilnehmer einer meiner Lauftherapie-Kurse seinen ersten Marathon laufen wollte und diesen dann auch später souverän finishte. Wir wünschten uns alles Gute und starteten gemeinsam im gleichen Block.
Ich lief bewusst, sehr langsam an und in der ersten Hälfte lief auch alles nach meinem Plan < 5 Stunden anzukommen. Bei km 26 am Südwestkorso wartete noch einmal Ela und hatte für mich ein zuckerhaltiges Getränk parat, welche ich sehr genossen habe.

Nach dem Wilden Eber und kurz vor dem Hohenzollerndamm kam aber das „dicke Ende“ und ich spürte dann doch die Strapazen vom vergangenen WE. Man wird halt auch nicht jünger …
Letztendlich kam ich dann nach 05:31:15 Stunden im Ziel wohlbehalten und glücklich im Ziel an. Nun habe ich meinen 95. Marathon/Ultra in der Tasche und nur noch 5 Finishes zum Erreichen meines Meta-Ziels, dem 100 Maraton Club vor mir.






