Laufen mit Freunden und Hitzeläufe

Der zurückliegende Juni wird vor allem wegen der Temperaturschwankungen mir in Erinnerung bleiben. Angefangen mit der für Anfang Juni deutlich zu kühlen Witterung, die wohl vor allem auf die sog. „Schafskälte“ zurückzuführen war, bleibt uns vor allem das sehr heiße letzte Juni-Wochenende in Erinnerung, welches am Freitag/Samstag/Sonntag täglich für neue bundesweite Temperatur-Rekorde – zuletzt in meiner unmittelbaren näheren Umgebung in Brandenburg sorgte.

Ich erwarte für den eben erst begonnenen Sommer noch mehrere solch heiße Wetterphasen und bin froh darüber, dass ich dieses Jahr für den Sommer eine Wettkampfpause geplant habe. Letztlich lässt sich aber meines Erachtens der Klima-Wandel nicht mehr leugnen. Ich laufe seit mehr als 25 Jahren outdoor und habe die Entwicklung der letzten Jahre deutlich wahrgenommen.

Die zurückliegende Hitzeperiode hat letztlich auch dazu geführt, dass etablierte Laufveranstaltungen wie der 27-Stunden-Lauf in Zehdenick aber auch eine so prominente Veranstaltung wie der diesjährige Hamburg-Halbmarathon abgesagt werden mussten. Auch der letzte Berlin-Marathon im September 2025 war ein Hitzelauf und in meiner Erinnerung der deutlich heißeste meiner zurückliegenden 15 Berlin-Marathons seit 2010.

Dennoch habe ich im Juni noch ausreichend Gelegenheit gefunden, meinem schönsten Hobby – dem langsamen Ausdauerlaufen – nachzugehen und habe auch zwei Lauferlebnisse in Gemeinschaft bestritten.

Zum einen Anfang Juni die Team-Staffel im Berliner Tiergarten mit zwei Staffeln meines Arbeitgebers. Am dritten Juni-Wochenende hatte ich dann wieder Lauffreunde und Lauffreundinnen zum jährlichen Long Run vom Wannsee bis Kladow-Hafen (28 km) eingeladen.

Insgesamt waren wir zu fünft und haben es gemeinsam bis zur Glienicker Brücke geschafft. Danach ging es weiter durch den Neuen Garten, Fahrland, Krampnitz, Sacrow zum Hafen in Kladow. Es war bereits an diesem Wochenende kuschlig warm und schwül. Ich musste dann auch erstmals nach 17 km bei Krampnitz aussteigen und bin in den ÖPNV gewechselt. Ich werde nicht jünger und man muss wissen, wann es genug ist.

Die verbliebenen drei Mitlaufenden schafften es aber tatsächlich trotz einsetzenden Starkregens bis ins Ziel 🙂

Regeneration im Fokus

Wie bereits in meinen letzten Beiträgen erwähnt, habe ich mich für dieses Laufjahr dazu entschlossen, extrem kürzer zu treten und vor allem an nicht mehr so viele Laufveranstaltungen wie in den zurückliegenden Jahren teilzunehmen. Und ich muss sagen: Es tut mir sehr gut.

Nach dem Dreilinden-Ultra Anfang März und dem Darß-Marathon Ende April spule ich momentan weniger als die Hälfte der Laufumfänge und Distanzen der vergangenen Jahre ab und bin dabei sehr entspannt. Ich werde das für den ganzen Sommer beibehalten und werde dann ab Ende August an der ein oder anderen Laufveranstaltung wieder teilnehmen.

Bis dahin nutze ich die Gelegenheit, mehrere kurze Genußläufe mit Freunden und Bekannten zu absolvieren und werde vor allem den WM-Fussball-Sommer genießen.

Im Würgegriff des Winters

Hatte ich in meinem letzten Blog Ende vergangenen Jahres angekündigt, dass ich in 2026 etwas kürzer treten möchte als in den beiden vorangegangenen Jahren, hätte ich doch nicht gedacht, dass ich infolge der arktischen Witterung im Januar und Februar so wenig laufen würde. Mein Laufpensum in den ersten beiden Monaten war zwar nicht so historisch wie der Winter in Berlin (Der härteste seit 16 Jahren und ich kann das bestätigen!) aber bei Studium meiner Aufzeichnungen stellte ich doch fest, dass ich so wenig wie seit sechs Jahren nicht mehr gelaufen bin.

Ich habe in den beiden Monaten lediglich meine Lauftherapie-Einheiten in den beiden Kliniken abgespult. Wir sind vorwiegend auf den einigermaßen geräumten und gestreuten Klinikgeländen in reduzierten Umfängen gelaufen. An Laufeinheiten auf Berliner Straßen, war ja aufgrund der allgemein bekannten Verhältnisse nicht in Traum daran zu denken.

Trotzdem habe ich mir nicht die Laune verderben lassen und es auch mal als Chance gesehen, meinem Körper und deren Sehnen und Muskeln eine längere Erholungspause zu gönnen. Ich bin ja seit kurzem im 65. Lebensjahr angekommen und nicht mehr der Jüngste …. Zudem ist ja allgemein bekannt, dass so eine Erholungsphase nicht das Schlechteste ist, um dann die Laufsaison anzugehen. Nun da der Frühling schon zaghaft die ersten Signale zeigt und zu hoffen ist, dass der Spuk nun vorbei sein könnte, bin ich gespannt, wie diese These sich in der Realität behaupten wird.

Mein Laufkalender für das laufende Jahr hat sich auch etwas gefüllt. Neben dem bereits gebuchten Darß-Marathon Ende April habe ich nun auch für 6 Stunden-Lauf beim Dreilinden-Ultra gemeldet. Außerdem ist der Mad Chicken Run nach den Teilnahmen in den beiden vergangenen Jahren Pflicht und bereits gebucht. Für eine Woche später habe ich dann noch mein Startrecht als Jubilee des Berlin-Marathons gezogen. Einen weiteren Lauf werde ich wohl noch hinzunehmen – mehr aber nicht.

2025 – Ein guter Abschluss!

Alles in allem war das zurückliegende Jahr zufriedenstellend und ich konnte alle meine gesetzten Ziele erreichen.

Der krönende Abschluss war der heutige Silvesterlauf vom SCC im Grunewald. Aufgrund der Wetterlage ging es bedauerlicherweise nicht über den Teufelsberg. Im Nachgang und aufgrund der auch ohne Höhenmetern vereisten Streckenführung, kann ich sagen, dass das eine gute und verantwortungsvolle Entscheidung des Veranstalters war. Letztendlich hatte ich meinen Spaß und konnte einen guten Abschluss setzen.

Meine zweite Augen-OP Mitte Dezember verlief sehr gut. Nachdem der zwischenzeitliche Schleier auf dem linken Auge gottseidank wieder verschwunden ist, sehe ich scharf wie ein Adler und genieße die gewonnene Freiheit beim Laufen. Es ist das erste Mal, dass ich ohne Sehhilfe – keine Brille, keine Kontaktlinsen – laufen kann. Ein Segen …!!!

Dennoch habe ich beschlossen, dass ich nach den zurückliegenden beiden Jahren mit jeweils 10 Ultras und Marathons im kommenden Jahr etwas kürzen treten will. Für kommendes Jahr verzichte ich auf die Winter-Ultras und habe ich erst für den Darß-Marathon im April angemeldet. Mal schauen, was ich sonst noch im kommenden Jahr noch laufe. Mehr als fünf/sechs Veranstaltungen sollen es aber nicht werden.

Ich werde also nicht im kommenden Jahr mein Mega-Ziel, das Erreichen des 100 MC anstreben und habe mir diesen schönen Moment für mein erstes Rentenjahr in 2027 aufgehoben. Wenn alles wie geplant klappt, wird es dann bei den 100 km in Biel sein.

Ich wünsche allen ein ereignisreiches und vor allem verletzungsfreies Laufjahr°

Regeneration und Augen

Der November war davon geprägt, dass es seit langem ein gesamter Monat ohne Teilnahme an einer Laufveranstaltung war und das habe ich sehr genossen.

Nachdem ich Ende Oktober mit dem Dresden-Marathon meinen insgesamt 90. Marathon/Ultra gefinisht hatte, war es ziemlich schnell für mich klar, dass ich damit meine diesjährige „Wettkampf-Saison“ beendet hatte. Hinzu kam, dass ich für den 24.11.25 meine erste Augen-OP anstand. Ich war sehr skeptisch, was mich erwarten würde und hatte trotz zahlreicher Ermutigungen reichlich Bammel. Nun kann ich sagen, dass ich die erste OP gut überstanden habe und angenehm überrascht bin, wie sehr mein Sehvermögen am operierten Auge sich verbessert hat. Nun steht Mitte Dezember die OP am anderen Auge an und ich bin guter Dinge. Bis dahin gilt es die Übergangszeit und das dadurch differenzierte räumliche Sehvermögen auszugleichen und zu improvisieren. Aber als Ultra hat man ja reichlich Erfahrung mit der Bewältigung von schwierigen Situationen und Anwendung von Provisorien. Wir werden sehen ….

Die letzten Wochen des Jahres nutze ich vor allem zur Regeneration und nur für kleine überschaubare Laufumfänge. Nebenbei bin ich natürlich auch dabei, mich schon mal mit den Planungen für das kommende Jahr zu beschäftigen und werde darüber im Dezember berichten.

Viel los im April

Halbmarathon Berlin/Haveluferlauf Potsdam/Long Runs mit Freunden

Im April habe ich die Gelegenheit zu kürzeren Läufen genutzt. Unter anderem bin ich beim Berliner Halbmarathon vom SCC Anfang April gestartet und habe diesen als Tempo-Lauf für meinerVorbereitung für die Harzquerung genutzt.

Am 12.04.2025 haben wir dann im Rahmen des 20. Haveluferlaufes den Abschlusslauf des zurückliegenden Lauftherapie-Kurses absolviert. Neben den aktuellen Kurs-Absolventen nahmen wieder einige ehemalige Teilnehmende vergangener Kurs daran teil. Alle schafften das angestrebte Kurz-Ziel von 30minütigen ununterbrochenen langsamen Laufens ohne Probleme und genossen den sehr schönen Landschaftslauf entlang der Havel.

Meine Vorbereitung für die anstehende Harzquerung rundete ich dann noch mit Long Runs mit Freunden ab.

Nun fahre ich frohgemut zur Harzquerung von Wernigerode nach Nordhausen, welch ich nach 2018 und 2022 nun zum dritten Mal laufen werde. Ich bin gespannt, wie dieser Lauf verläuft und werde sicherlich im Mai davon berichten ….

Regeneration abgeschlossen – Das war der August

Wie geplant habe ich auch den heißen August ohne Wettkampf oder Laufveranstaltung verbracht und mich auf regenerative Läufe konzentriert. Nichtsdestotrotz habe ich drei Long Runs mit ca. 30 km und mehrere kleine Läufe im Umfang von 12 – 14 km absolviert und meine Akkus aufgeladen.

Anfang August ergab sich eine Gelegenheit wieder einen Long Run mit ehemaligen Chaotinnen und einen neu hinzugekommenen Lauffreund zu absolvieren. Wir trafen uns am Wannsee und liefen gemeinsam wieder bis nach Kladow Hafen, um von dort mit der Fähre wieder nach Wannsee überzusetzen. Anbei noch einige Schnappschüsse dazu.

Ansonsten war ich dieses Jahr wieder als Helfer bei den 100 Meilen im Einsatz. Nachdem ich in den zurückliegenden drei Jahren aktiv beteiligt war, ergab sich aufgrund meiner Laufpause wieder einmal dazu die Möglichkeit.

Nun bin ich gespannt auf die kommenden zwei Monate und die geplanten Laufveranstaltungen. Für den Mad Chicken Run und den Berlin Marathon im September habe ich schon gemeldet. Für den Oktober liebäugele ich wieder mit dem Burgenlauf in Bad Belzig und den Dresden Marathon. Beide Laufveranstaltungen hatte ich im letzten Jahr besucht und gute Erinnerungen. Mal schauen, was der Herbst so bringt …

Wettkampfpause und Regeneration

Nach den für mich intensiven Monaten Mai und Juni mit den Teilnahmen an der HEIDI-Challenge, dem Rennsteig-Supermarathon, dem FDZU und dem Vollmondmarathon lege ich nun im Juli und August eine regenerative Wettkampfpause ein, bevor ich dann wieder im Herbst an Laufveranstaltungen teilnehme.

Gesundheit geht vor – Alles wieder auf Anfang!

Eine lästige Virus-Infektion Anfang Februar hat meine Vorbereitung für den Ludwig-Leichhardt-Trail zum Erliegen gebracht und meine weitere Saison-Planung für das laufende Jahr völlig auf den Kopf gestellt.

Die letzten Jahre, in denen ich verletzungsfrei und vor allem ohne Erkältung oder sonstige Erkältungen und Virus-Infektionen durchgekommen bin, hatten mich sehr verwöhnt und auch leicht größenwahnsinnig werden lassen. Selbst die beiden Corona-Infektionen, welche ich hatte, überstand ich symptomfrei. Ich war völlig geflasht, wie so eine Erkältung mich vollkommen aus dem Verkehr nehmen konnte.

Anfangs dachte ich noch, alles kein Problem und in zwei Wochen werde ich schon am Ludwig-Leichhardt-Trail teilnehmen können. Zumal ich der Meinung war, dass man bei Symptomen bis zum Hals moderat trainieren könnte und erst ab dem Hals abwärts dann das Training einzustellen sei. Verspürte ich doch nur einen dicken Kopf, triefende Nase und Schleim – keine Schluckbeschwerden, kein Fieber und auch keine Gliederschmerzen. Also spulte ich tatsächlich noch einen Long Run in sehr langsamen Tempo ab, den ich aber nach 25 km abbrechen musste. Das verstand ich also als „moderates Training“! Sehr bekloppt musste ich danach demütig einräumen.

Zumal ich ja als Lauftherapeut in meinen Gruppen auch immer das Gegenteil predige und auch da eine große Verantwortung trage, authentisch zu bleiben.

Erst dann war mir klar, dass ich bis auf weiteres mein Training komplett einzustellen hatte und auch den Ludwig-Leichhardt-Trail schweren Herzens absagen musste. Das Risiko eine Herzmuskelentzündung zu bekommen und später dafür die Rechnung begleichen zu müssen, erschien mir dann doch als zu groß.

Also stellte ich mein Training komplett ein und das sollte für den ganzen Februar – also insgesamt drei Wochen andauern. Erst seit der 2. März-Woche bin ich dann wieder in überschaubare Trainingsläufe eingestiegen und bereite mich auf den Berliner Halbmarathon vor. Die HEIDI-Challenge, die ich komplett laufen wollte, habe ich so  verworfen und mich „nur“ für die beiden letzten Etappen angemeldet. Zur Vorbereitung versuche ich mich zwei Wochen davor beim Tangermünder Elbdeichmarathon und bin gespannt, wie er mir bekommt. Ich werde berichten ….

Vorher werde ich mich auch noch einer Leistungsdiagnostik bei der sportmedizischen Fakultät der Charitè unterziehen und mal schauen, wie es um meinen Fitnesszustand bestellt ist. Man weiß ja nie …

Außerdem sollte man ja mit Geld nicht spielen – mit der Gesundheit aber auch nicht!