Werderseelauf 2025 in Bremen eine schöne Angelegenheit
Mitte März habe ich meine persönliche Winterlauf-Serie mit einem guten Gefühl abgeschlossen. Nachdem ich im Januar beim Ufer-Trail nicht optimal vorbereitet und im Februar von den winterlichen Verhältnissen etwas überfordert sehr überschaubare Zeiten über jeweils 51 bzw. 49 km geliefert hatte, reiste ich trotzdem guter Dinge nach Bremen zum Werderseelauf an. Waren doch die Wetteraussichten diesmal sehr gut und die Aussicht auf einen Rundenlauf á 8,33 km mit tatsächlich 3 (!) VPs versprach auch einen entspannten Lauf.
Ich hatte mich im Vorfeld wieder entschlossen, mit dem Zug anzureisen und auch ein Hotel direkt am Bahnhof gebucht. Die besten Voraussetzungen also, ausgeruht am Sonntag den 50 km-Ultra zu bestreiten. Zudem kam, dass ich im Internet ausnahmslos nur sehr gute Feedbacks zu den vergangenen Veranstaltungen des Werderseelaufs gelesen hatte.
Angekommen in Bremen bezog ich gleich das Hotel und machte mich zu Fuß auf den Weg zur ca. 5 km entfernten Startunterlagenausgabe am Wehrschloss. Dachte ich mir doch, dass nach der Zugfahrt es auf jeden Fall gut wäre, sich noch etwas zu bewegen. Ich folgte also meinem Fußgänger-Navi auf dem Handy durch Bremen und lief schnurstracks direkt zum Fußball-Stadion, wo noch die letzten Minuten der Bundesliga-Partei SV Werder Bremen – Borrussia Mönchengladbach gespielt wurden. Ich kam direkt in den Gegenverkehr von Tausender Fussballfans und kämpfte mich gegen den Strom an. Als ich dann im Paulaner am Wehrschloss ankam erhielt ich meine Startunterlagen und hatte danach noch etwas über eine Stunde Zeit zur gebuchten Pasta-Party um 19 Uhr.
Ich nutzte die Zeit, um die Gegend zu erkunden und entdeckte ein wundervolles Naherholungsgebiet direkt hinter dem Wehr.

Es war ein schöner Spaziergang und ich kam pünktlich um 19 Uhr zur Pasta-Party zurück. Dort waren schon Mona und Patrick da und wir teilten unser Läufer-Latein. Die Pasta-Party war abweichend von meinen bisherigen Erfahrunen erfreulich klein und überschaubar. Wir waren insgesamt ca. neun Teilnehmende, die sich für unterschiedliche Distanzen stärkten. Hatten Mona und Patrick vor, am nächsten Tag die 25 km zu laufen, war Patrick hingegen vor seinem ersten Marathon sehr aufgeregt und wir hatten uns alle sehr viel zu erzählen. Frisch gestärkt bewältigte ich auch den Rückweg ins Hotel zu Fuß und hatte keine Probleme damit , frühzeitig in den Schlaf zu kommen.
Am nächsten Morgen sparte ich mir den Fußweg und wählte luxuriös die Anfahrt mit dem Taxi. Ich hatte noch genug Zeit bis zum Start und konnte mich entspannt auf den Lauf einlassen und machte mich mit der Situation und der Umgebung vertraut.
Punkt 08:45 ging es dann für uns Ultras los und ich machte mich mit der ersten Runde vertraut. Durfte ich doch diese nun insgesamt sechs Mal umrunden. Ich hatte mir vorgenommen, die 50 km in etwa 06:30 Stunden zu absolvieren und konnte die ersten vier Runden sogar mit eine Durchschnitts-Pace von knapp unter 7 Minuten pro km halten, was meine Erwartungshaltung deutlich in die Höhe schraubte und ich mit einer Gesamtzeit von unter 6 Stunden liebäugelte. Die 5. Runde holte mich dann aber wieder auf den Boden der Realität und meines Leistungsvermögens zurück. Letztendlich kam ich dann nach 50 km mit einer Zeit von 06:03:47 Stunden stolz wie Bolle ins Ziel.

Insgesamt war der Werderseelauf eine wirklich runde Angelegenheit. Vor allem die Organisation und wirklich die sehr gute Betreuung und Versorgung auf der Strecke war wirklich außergewöhnlich gut. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen.