Nachdem die extrem kalten Wintermonate mit dem Januar und Februar zu Ende gegangen sind, war es im März für mich eine große Freude, wieder „normal“ laufen zu können und bin direkt am 01. März bei meinen ersten 6-Stunden-Lauf, dem Dreilinden-Ultra, gestartet.
Natürlich war ich sehr skeptisch, ob ich mit der mangelnden Vorbereitung sechs Stunden bewältigen würde. War ich doch seit mehr als vier Monaten nie mehr als drei Stunden gelaufen. Trotzdem ging ich optimistisch (wie sonst auch als Ultra) an die Startlinie und nahm mir vor, auf jeden Fall eine Strecke von > 45 km zu absolvieren, um ein weiteres Ranking auf der DUV-Seite zu bekommen. Die Runde am Albert-Einstein-Ring war genau 1.078 Meter lang und das Schöne an diesem Rundenlauf war, dass wir nach jeder Runde auch Verpflegung zur Verfügung hatten. Also musste ich nicht zusätzliches Gepäck mitschleppen. Es waren einige Bekannte unterwegs und das Wetter war auch okay. Letztendlich kam ich auf verdiente und zuletzt zähe 46,34 km und hatte mein Ziel erreicht 🙂
Von diesem positiven Ergebnis angesteckt war dass dann ein guter Start in den März und ich konnte endlich meine geliebten Wochenumfänge und Genußläufe mit liebgewonnenen Lauffreunden absolvieren. Der Größenwahn kehrte auch zurück und ich liebäugelte bereits damit, meine reduzierte Laufplanung für dieses Jahr zu revidieren. Letztlich fing ich mich aber wieder ein und ich werde dabei bleiben, dieses Jahr deutlich weniger Ultras und Marathons zu laufen, als in den vergangenen vier Jahren.
Mein nächster „Wettkampf“ ist der Darß-Marathon Ende April und ich werde diesen natürlich wieder als „Lebens- und Genußläufer“ absolvieren. Bis dahin genieße ich die Freiheit, ohne Termin-Druck und Trainingsvorgaben mich langsam und stetig marathontauglich zu machen.